
Wie funktionieren Retouren bei Amazon FBA?

Wenn es um Retouren geht, ist es für einen Amazon-Seller immer eine Herausforderung zu verstehen, wie man sie minimiert und somit Verluste reduziert.
Wie wir wissen, gibt Amazon seinen Kunden nämlich volle Freiheit, Retouren wann und wie sie wollen durchzuführen, ohne besondere Einschränkungen.
Es wird daher notwendig, alles an möglichem Geld auch aus Retouren zurückzugewinnen und unter Kontrolle zu halten, was tatsächlich zur FBA-Logistik zurückkehrt, was beschädigt wird und was stattdessen verloren geht.
Wie funktioniert der Retourenprozess?
Leider ist es passiert! Der Endkunde hat sich entschieden, eine Retouranfrage für Ihr Produkt in seinem Amazon-Menü zu stellen. Aber was passiert danach?
Amazon bucht den entsprechenden Betrag in Echtzeit vom tatsächlichen Guthaben des Sellers ab und schreibt ihn innerhalb von maximal 7 Tagen auf das Bankkonto oder die Karte des Kunden gut.
Von diesem Zeitpunkt an hat der Kunde eine Frist von 30 Tagen (oft verlängert auf bis zu 45 Tage), um das Produkt zu verpacken und an die Amazon-Logistik zurückzusenden.
An diesem Punkt können daher verschiedene Umstände eintreten:
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Der Kunde sendet das Produkt in einwandfreiem und verkaufsfähigem Zustand zurück: Ihr Produkt kehrt zur Amazon-Logistik zurück und der Seller erleidet keine besonderen Verluste außer den Retourenbearbeitungsgebühren von Amazon.
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Der Kunde sendet das Produkt in gebrauchtem/beschädigtem/zerlegtem Zustand zurück und/oder sendet ein Paket mit einem anderen Gegenstand: Ihr Produkt wird oft als nicht verkaufsfähig oder beschädigt identifiziert und dem Seller zur Entfernung bereitgestellt. Gemäß Amazons Richtlinien ist zu beachten, dass es in diesem Fall zwei Unterszenarien gibt:
- Ein erster Zustand, in dem anerkannt wird, dass der Schaden von der Amazon-Logistik verursacht wurde. In diesem Fall erhält der Seller eine Erstattung und Gutschrift.
- Ein zweiter Zustand, in dem der Schaden dem Endkunden oder dem Seller selbst zugeschrieben wird. In diesem Fall erhält der Seller keine Erstattung und/oder Gutschrift.
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Der Kunde sendet Ihr Produkt überhaupt nicht zurück: In diesem Fall hat der Seller nach 45 Tagen immer Anspruch auf eine Erstattung und Gutschrift von Amazon.
Wie hoch ist die Gutschrift, die Amazon bei Retouren erstattet?
In der Regel entspricht sie dem Verkaufspreis Ihres Produkts abzüglich der Amazon-Provisionen (Verkaufs- und Logistikprovisionen).
Wann kann ich also meine Gutschrift von Amazon für Retouren anfordern?
- Wenn mehr als 45 Tage vergangen sind und Ihr vom Endkunden zurückgesendetes Produkt nicht ins Lager zurückgekehrt ist
- Wenn Ihr Produkt durch die Amazon-Logistik beschädigt retourniert wurde
Wie kann man Retouren minimieren? Einige Vorschläge
Um Retouren zu minimieren – neben sorgfältiger Beachtung der Qualität Ihres Produkts und Ihrer Verpackung – gibt es verschiedene Strategien:
- Versiegeln Sie Ihre Produkte (Kartons, Pakete) mit eigenem Siegel/Klebeband, möglichst mit Ihrem Firmenlogo
- Minimieren Sie die zerlegbaren Teile eines Produkts oder die im Paket vorhandenen Ersatzteile
- Seien Sie sehr klar in der Beschreibung, den Bullet Points und den Bildern der Amazon-Seite und geben Sie keine irreführenden oder verwirrenden Informationen
- Fügen Sie immer Warnhinweise und Sicherheitsinformationen bei, auch in den Bildern
- Verbessern und erstellen Sie verschiedene Versionen Ihres Produkts basierend auf Feedback und negativen Bewertungen Ihrer Kunden
- Handeln Sie umgehend mit rechtlichen Mitteln, wenn Sie vermuten, dass Bewertungen, negatives Feedback oder Retouren von Wettbewerbern und/oder betrügerischen Kunden stammen
Im Allgemeinen sollten Sie keine Angst haben, Ihre Handelsrechte durchzusetzen. Wenn Sie einen Betrug vermuten, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren, und wir bieten Ihnen Unterstützung!
Aber wie, wo und wann können Sie am besten prüfen, ob Sie bei der Retourenverwaltung Geld verlieren? Erfahren Sie es im dedizierten Artikel „Wie kann man Geld aus seinen Retouren bei Amazon FBA zurückholen?".



